Handlungsorientiertes Lernen

Handlungsorientiertes Lernen im Ganztagsunterricht

Gemäß dem Arbeitsschwerpunkt der Serviceagentur “Ganztägig lernen” Bayern, dem handlungsorientierten Lernen, bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Referenten eine Vielzahl von Workshops an. Dabei richten wir uns nach Ihren Bedürfnissen und sobald genügend Nachfragen zusammen kommen, wird eine Fortbildung bzw. ein Workshop stattfinden.

 

Zielgruppe: Alle an Ganztagsschulen ehrenamtlich oder beruflich Tätige

Module: Bewegtes Lernen, Musik, Naturpädagogik, Theater und Sprache

Wir bieten bedarfsorientiert Fortbildungen zu diesen Themen an.

Termine: Ganzjährig verfügbar

Ansprechpartnerin: Frau Dr. Melanie Mönnich

Hier finden Sie weitere Informationen zu den verschiedenen Angeboten

 

Warum handlungsorientiertes Lernen?

Die Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Bayern hat ein Angebot an verschiedenen handlungsorientierten Lernfeldern zusammengestellt. Handlungsorientiertes Lernen scheint sinnvoll als Ergänzung zu ausschließlich sekundärem Erwerb von kognitivem Wissen, wie es in klassischen Unterrichtsformen oftmals üblich ist. Ziel ist der Erwerb umfassender Handlungskompetenz.

Handlungsorientiertes Lernen fördert die Selbstständigkeit und Eigenmotivation des Lernenden, weil es sich, soweit als möglich an den Interessen der Lernenden orientiert. Durch das Lernen in Gruppen und den ausdrücklich gewünschten Austausch untereinander werden soziale Kompetenzen gefördert (z.B. Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Konflikt- und Kritikfähigkeit). Theoretisch erworbenes Wissen kann durch praktisches Handeln ergänzt werden, das handlungsorientierte Lernen soll zur Fundierung und Absicherung des erworbenen Wissens beitragen. Handlungsorientiertes Lernen ist dabei ganzheitlich, soll heißen es spricht verschiedene Dimensionen des Lernens und verschiedene Sinne an und vereint Kognitives, affektives und psychomotorisches Lernen. Es findet im handlungsorientierten Lernen ein Wechsel von Anspannung und Entspannung sowie Kopf- und Handarbeit statt.

 

Was ist Ziel des handlungsorientierten Lernens?

Das handlungsorientierte Lernen erhebt keinen Anspruch auf die vollständige Erfassung eines Themenkanons, es ist vielmehr exemplarisch. Das eigene individuelle Lernen ist Ziel (eigene Lernstrategien entwickeln), die Kombination und das Weiterdenken von bereits gelerntem und neu erworbenem Wissen, die Verknüpfung von Theorie und Praxis, das Denken in größeren Zusammenhängen, das Begreifen von Abhängigkeiten. Die Übertragbarkeit von Gelerntem in die Lebenswelt - das kann sich auf kognitive Lerninhalte gleichermaßen wie auf sozial Gelerntes beziehen.

 

Welche Rollen haben Schüler und Lehrer beim handlungsorientierten Lernen?

Der Lehrer ist zum großen Teil Beobachtender, er gibt Impulse, bestimmt aber nicht den Lernweg oder die Herangehensweise an Problemlösungen. Schüler werden anerkannt und als eigenaktiv Lernende gefordert, sie erarbeiten sich Wissen auf der Grundlage individueller Voraussetzungen und Interessen. Individuelle Lernstrategien sollen sich herausbilden. Der Unterrichtsablauf wird bestimmt von dem zwischen Lehrer und Schüler abgestimmten Handlungsprodukt.